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iPod und iPhone Games 007: Tower Defense 5

02/06/2011

Mittlerweile ist es fünf Wochen her, dass ich dieses Projekt gestartet habe. Und Apple hilft auch immer wieder nach, damit wir mehr kaufen. Obwohl es allgemein laut News so aussieht, als ob einige Entwickler jetzt weniger verkaufen als zuvor, ist es nun so, dass gesamt um einiges mehr verkauft wird. Die Lage ist nämlich die, dass die Mehrheit der Kunden nicht über iTunes am PC einkauft, sondern über den App Store im iPod touch oder iPhone. Und hier gibt es eine Entscheidende Neuerung: Genius. Genius für den App Store ist eine nützliches neues Feature, welches aufgrund der Apps, die man bereits gekauft hat, andere Apps anbietet.

In der Zeile, in der normalerweise der Entwickler zu lesen ist, steht nun, welchem App man es zu verdanken hat, dass diese App in seiner Genius Liste auftaucht. Die Funktion wird übrigens von Tag zu Tag intelligenter. Außerdem kann man durch Wischen und anschließendes drücken der „löschen“ Taste Apps aus der Liste entfernen. Schade: Wenige Tage später taucht das selbe App wieder in der Liste auf. Allerdings hat Apple endlich herausgefunden, wie sie noch mehr verkaufen können. Wer nämlich ein neues App aus der Liste kauft, der sieht sogleich viele neue Apps in der Liste, von denen wieder eines gekauft wird … Mir ist es Anfangs so ergangen, und einen Tag später war mein Guthaben um 10 Euro erleichtert …

Ein Spiel, das ich ausnahmsweise nicht von Genius, sondern über touchArcade gefunden habe, möchte ich heute vorstellen. Übrigens musste ich meinen iPod touch gerade bei Seite legen, da ich beim Spiel verloren und gleichzeitig hier nur langsam geschrieben habe. Jedenfalls wird heute ein Topaktuelles Spiel vorgestellt, welches erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickte:

Geo Defense Swarm

  • Publisher: Critical Thought Games
  • Preis: 0,79 Euro (Aktion)
  • Version: 1.0

Das Hauptmenü

Das Hauptmenü wurde in einem schlichten, zeitlosen Design gehalten. Der Hintergrund ist übrigens, wie auf dem Foto leider nicht zu erkennen, animiert. Hier fliegen viele kleine Lichtpunkte kreuz und quer umher, insgesamt drei Ansammlungen an Lichtpunkten sind zu sehen. Die Menüpunkte sind recht einfach aufgebaut. Die Levels wurden in „Easy“, „Medium“ und „Hard“ unterteilt. Das interessante ist, dass in jedem Schwierigkeitsgrad komplett verschiedene Karten anzutreffen sind. In den meisten anderen Games wird die Schwierigkeit bei denselben Maps einfach geeändert. Zu den darunter befindlichen Optionen komme ich gleich. Unter About findet sich die Credits und die Special thanks. Außerdem unterstützt dieses Spiel OpenFeint.

Die Optionen bieten vergleichsweise viele Einstellungsmöglichkeiten. Zuerst kann man den Sound an- und ausstellen. Musik besitzt das Spiel keine, man kann aber seine eigenen Titel vom iPod oder iPhone während des Spielens wiedergeben. Der Button „Creep Health Visible“ stellt die Anzeige der Lebenszeilen der Gegner an- und aus. Meine Empfehlung ist, es auf an zu lassen, da spätere Gegner ziemlich viel aushalten und die Anzeige in dem Fall ganz schön nützlich sein kann. Die Einstellung „Place Above Touch“ bestimmt den Ort der Platzierung. Hier lässt sich zum einen einstellen, dass die Türme oberhalb des Fingers platziert werden sollen, zum anderen, dass sie genau beim Ort des Fingers platziert werden. Ich empfehle hier ersteres, da die Steuerung mit dieser Methode wirklich gut ist. Die andere funktioniert nicht wirklich, da die Felder, auf denen die Türme platziert werden dazu einfach zu klein sind. Die Wahl zwischen „Novice Mode“ und „Hardcore“ bestimmt den Schwierigkeitsgrad. Diese Einstellung fungiert zusätzlich zu den verschieden schweren Karten.

Die Karten

Die Levelauswahl erfolgt im typischen Design. Hier gibt es insgesamt 30 Levels – 10 in Easy, 10 in Medium und 10 in Hard. Die Auswahl funktioniert sehr gut, nur das scrollen könnte flüssiger von der Hand gehen. Die Anzahl der Karten ist im Tower Defense Sektor fast ungeschlagen. Ganz unten befindet sich eine Werbung für das normale Geo Defense. Ich werde jetzt auf einige Karten eingehen.

Startet man eine Karte, wird eine kurze Info dazu angezeigt. Man kann davon das Level, die Anzahl der Wellen und das Startgeld ablesen. Außerdem wird der Modus und die dazugehörigen Vor- und Nachteile angezeigt. Ein kurzer Tip auf den Bildschirm, und das Spiel startet.

Anschließend werden kurze Erklärungen zur Spieloberfläche gegeben. Allerdings gibt es diese nicht nur beim ersten Level, sondern bei allen Leveln, bei denen es etwas Neues gibt. Hier ist zum Beispiel zu sehen, wo die Creeps (Gegner) das Spielfeld betreten, wo sie es verlassen, wie viele wellen man überleben muss und von wo aus man Türme platzieren kann. Nur bei der ersten Map: Drei Türme sind bereits platziert.

Die Karten selbst sind auch sehr interessant. Ihr Aussehen unterscheidet sich nämlich nur darin, dass die grünen Punkte, so genannte Gems, anders verteilt sind. Wie viele unterschiedliche Spielfelder da möglich sind, zeige ich heute noch. Jedes andere Sechseck fungiert als Platz zum platzieren eines Turms. Wie üblich muss ein Weg frei bleiben, damit die Gegner zum Ausgang gelangen können. In dieser Karte befindet sich in der Mitte ein großer Bereich, in dem man seine Türme platzieren darf. Außerdem gibt es hier nur einen Turm, was bei 6 Wellen kein Problem sein sollte. Das Links unter ist übrigens die Zeitanzeige bis zur nächsten Welle. Mit einem Klick darauf wird die nächste Welle sofort aufs Spielfeld geschickt. Allerdings sollte man seine Zeit ausnützen, da die Upgrades der Türme sehr viel davon benötigen.

Dies ist die Karte 6 der „Easy“ Levels. Hier gilt es, mit 15 Leben 40 Runden lang durchzuhalten. Unten in der Mitte ist das Startgeld zu sehen – wieder nur 37. Die Turmauswahl hat sich mittlerweile auf vier Stück vergrößert. In der Mitte findet man zwei Gänge mit Beschleunigungsfeldern wieder. Diese Felder können nicht bebaut werden. Außerdem laufen Creeps darauf viel schneller als normalerweise. Allerdings kann man problemlos eines davon mit Türmen zubauen, indem man die drei Felder außen herum bebaut. Hier sollte man etwas strategischer vorzugehen. Es gilt nämlich, den Platz möglichst gut auszunützen.

Dies ist die zehnte, also letzte Karte der „Easy Levels“. Das Besondere der drei letzten Karten ist, dass sie eine unbegrenzte Rundenanzahl haben. Allerdings muss hier schon sehr strategisch vorgegangen werden, um mit den Unmengen an Gegnern fertig zu werden. Das Problem ist eigentlich, dass die Gegner etwas zu schnell stärker werden, das Balancing also nicht perfekt ist. Trotzdem – so lange man klug vorgeht, kann diese Karte einen riesen Vorteil bieten. Außerdem beginnt man hier mit 62 Geldeinheiten.

Diese Karte befindet sich unter den „Medium Levels“. Das gefährliche sind eindeutig die vier Eingänge, aus denen die Creeps kommen können. Mit dieser Strategie sollte sich diese Situation allerdings meistern lassen: man baut eine Spirale. Erst so, dass alle vier Eingänge auf den selben Weg gebracht werden. Hier baut man weiter nach innen, bis man mit seinen Türmen am Ausgang ankommt. Ist dies der Fall, einfach die Türme, die man am Wegstück, an dem alle vier Eingänge zusammen lang kommen, gebaut hat, aufwerten. Noch eine Besonderheit: Alle Türme, bis auf den günstigsten, sind hier teurer. Dies unterstreicht oben stehende Strategie nochmals, da die günstigsten Türme auf Dauer die Gegner nicht mehr besiegen können, man es sich aber nicht leisten kann, jeden teuren Turm vier mal zu bauen.

Hier noch mal zur Steuerung. Dies ist der Zielkreis für Türme. Hat man „above“ eingestellt, befindet sich der Finger im unteren Bereich des Kreises. Hat man genau eingestellt, ist es ein Problem, da dann die Mitte des Kreuzes unter dem Finger ist. Der Finger ist aber zu groß, um so noch präzise platzieren zu können.

Dies ist die Endloskarte der „Medium“ Levels. Also die letzte. Vier Eingänge, die sich aufgrund der Spielfeldbeschaffenheit nur schwer verbinden lassen. Außerdem sind viele Türme noch teurer. Man muss sie also verbinden. Da ich dieses Level selbst noch nicht sehr erfolgreich durchgespielt habe, lasse ich die Strategie mal offen. Oben gibt es übrigens die Highscore und den Multiplikator zu sehen. Ein Multiplikator x50 kann bei einem Versuch, die Highscores zu brechen, ganz nützlich sein. Übrigens werden die Highscores nur im „Hardcore“ Modus gespeichert, nicht im Novize. Die orangen Felder können von den Creeps überquert werden, es lassen sich aber keine Türme darauf bauen.

Die letzte Karte, die ich vorstelle, heißt „Crazy 88s“ und ist die letzte Karte der „Hard Levels“. Anfänglich mag diese ja einfach wirken, allerdings bestehen die Achter aus Heil- und Geschwindigkeitsfeldern. Kommt ein Creep auf ein Heilfeld, wird er schneller geheilt, als er vernichtet werden kann. Türme lassen sich darauf auch nicht platzieren. Man besitzt zwar 187 Startgeld, was allerdings nicht viel ist, da die meisten Türme auch gesalzen viel kosten. Wer eine Strategie für diese Karte kennt, verrät sie mir bitte in den Kommentaren. 😉

Türme und Gegner

Regulär zu platzieren gibt es fünf Türme, dessen Namen im Spiel nicht zu finden sind. Ich erkläre sie der Reihenfolge des letzten Fotos nach.

  • Der Grüne Turm: Kurze, schwache Schüsse, dafür günstig.
  • Der Blaue Turm: Strahlen, sehr gut am Ende einer geraden Reihe, da er mehrere Gegner hintereinander treffen kann. Hohe Schusskraft.
  • Der rote Turm: Raketen. Schießt langsam, braucht lange zum Aufladen. Sehr hoher Schaden.
  • Der gelbe Turm: Schießt mit Strom. Macht Gegner langsamer.
  • Der violette Turm: sendet Schadenswellen rundherum aus, schießt nicht direkt auf Gegner. Mittlerer Schaden.

Gegner gibt es gefühlt ca. 5. Diese haben eigentlich außer verschiedenen Geschwindigkeiten und Leben keine Unterschiede. Außerdem setzen sie sich aus kleinen Pac Mans, Würfeln und Dreiecken zusammen, ebenfalls in verschiedenen Farben.

Grafik und Sound

Die Grafik ist wie im Vorgänger. Dazu kann man wohl nicht viel sagen – das Bild ist scharf, die wenigen Animationen flüssig. Wie die Grafik gefällt, ist hier mehr denn je individuell. Ich glaube aber, auf den obigen Bildern kann man sich recht gut ein Urteil bilden. Musik gibt es nicht, hier muss man seine eigene spielen. Aber achtung: spielt man Musik, werden keine Soundeffekte mehr ausgegeben. Die Effekte sind nicht viele, aber ganz nett.

Langzeitmotivation

Insgesamt besticht dieses Spiel mit vielen Levels, darunter auch drei mit endlos vielen Runden, vielen Schwierigkeitsgraden und OpenFeint HighScores. Die Grafik ist nett anzusehen, der Sound leider nicht so gut. Doch auch wenn alles perfekt auf Highscores ausgelegt ist, ein richtiges Fiebern, um den Highscore zu schlagen, entsteht hier nicht. Alles in allem ein gutes Game, das man vielleicht einmal mit allen Levels in einem Schwierigkeitsgrad. Anschließend noch einmal die Endloslevels und das wars. Alles in allem ergibt sich ein guter Wert von 8 Stunden.

Der Vorgänger

Für alle, die dieses Spiel oder die Grafik davon mögen, lohnt es vielleicht auch, den Vorgänger anzusehen. Dieses bietet Spielfelder frei von Kästchen, dafür mit vorgegebenen Wegen der Gegner. Die beiden nehmen sich nichts, sind aber komplett verschieden. Also beide ansehen und dann entscheiden. Der Vorgänger heißt übrigens Geo Defense und ist für momentan 1,59 Euro im App Store zu haben. So lange das neue günstiger ist, würde ich zu diesem raten, bei gleichem Preis einfach beide anschauen.

Fazit

Ein solides, klassisches TD mit vielen Innovationen. Weder die Anzahl der Türme, noch die der Gegner ist sehr groß, allerdings bietet dieses Spiel dafür viele sehr unterschiedliche Karten. Für Abwechslung ist also gesorgt. Die Langzeitmotivation ist mit 8 Stunden sehr gut, insbesondere wenn man den Preis ansieht. Das insgesamt gute Spiel wird von mir mit 8 von 10 Punkten beziehungsweise der Testnote 1 belohnt.

Empfehlung

Für 0,79 Euro spreche ich eine uneingeschränkte Empfehlung aus, für alle, denen die Grafik gefällt, und die ohne Musik vom Spiel selbst leben können. Außerdem steigt der Preis bald auf 1,59 Euro, also schnell zugreifen.

iPhone Apps

Du möchtest hier ein bestimmtes Spiel getestet sehen? Du möchtest mitdiskutieren? Besuche meine iPhone Apps-Gruppe. Zum Mitreden benötigst du lediglich einen (kostenlosen) Apfelwahn-Account – damit man ins Forum kann. Einfach unter Gruppen auf iPhone Apps klicken, rechts auf Forum gehen und dann den „Gruppe Beitreten“ Button drücken. Schon kann man auf Beiträge antworten, oder eigene Themen verfassen.

Direkt zur iPhone Apps Gruppe.

Hannes

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From → Apps, Games, iPhone

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