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iPod und iPhone Spiele 011: Tower Defense 8

02/06/2011

Die elfte Episode bringt das Duell der TDs dem Ende nahe. Allerdings steht der Sieger noch lange nicht fest. Noch ist alles offen, denn ein richtig gutes Spiel wartet noch darauf, vorgestellt zu werden. Heute geht es um ein ganz neues Spiel im App Store, welches als Flashgame schon lange online spielbar ist.

Bloons Tower Defense

Publisher: Digital Goldfish (bzw. Ninja Kiwi)
Preis: 2,39 €
Version: 1.0
Sprache: Englisch
iTunes Link: Bloons Tower Defense

Das Hauptmenü

Gleich vorweg gibt es natürlich ein schönes Hauptmenü. Hier mit den wichtigsten Buttons, dem Bloons TD Logo und dem für den Entwickler wohl wichtigen „Buy Bloons“ Button. Dieser führt direkt zum Spiel „Bloons“ im App Store.

Die Hilfe fällt hier leider bei weitem nicht so gut aus, wie gehofft. Nur allgemeine Erklärungen zu den wichtigsten Spielelementen und sonst nichts. Jedoch fliegt der Button durch einen Himmel voller Ballons zum Hilfemenü, was sehr schön aussieht.

Die Optionen bieten hier nur die Soundoptionen und eine Auswahl aus zwei verschiedenen Steuerungssystemen, die sich aber kaum voneinander Unterscheiden. Was schön ist: Man kann sich eine Playlist aus der im iPod bzw. iPhone gespeicherten Musik erstellen, welche dann anstatt der auf Dauer doch etwas lästigen Rummelplatzmusik abgespielt wird.

Der wichtigste Button ist wie immer der „Play Game“ Button. Links die Wahl der Welten und rechts die der dazugehörigen Karten und des Schwierigkeitsgrades.

Karten, Türme und Gegner

Insgesamt enthält das Spiel 15 verschiedene Karten, jede davon unterscheidet sich fast komplett von der Anderen. Hier einige Bilder und Erklärungen zum Spiel:

Diese Karte ist im Kartenpack „Race“ zu finden. Fast zu Beginn des Spiels sieht man hier drei der günstigsten Affen. Einen davon habe ich angetippt, um die Sidebar mit den verfügbaren upgrades anzuzeigen. Der transparente Kreis um den Affen zeigt seinen Schussradius. Unter dem Namen des Turms findet sich eine kleine, aber feine Kleinigkeit: Die Anzeige, wie viele Gegner dieser Turm bereits besiegt hat. Die Upgrades werden durch Farben gekennzeichnet: Grün für voll aufgewertete Upgrades bzw. welche, für die man genug Geld besitzt, rot für solche, die mehr zu Buche schlagen, als man sich leisten kann. Außerdem lassen sich hier Türme verkaufen, für einen gar nicht mal so schlechten Preis. Die Karte selbst ist recht gut zur Verteidigung geeignet, nur bietet sie wenig Platz für Türme.

So sehen die ersten Gegner aus – kleine, rote Luftballons! Hat man in der ersten Runde erst einmal seine Türme platziert, muss man nur noch auf die Gegner warten, um erstes Geld zu gewinnen. Aber aufgepasst: Es gibt nur eine Geldeinheit pro zerstörtem Ballon, was Anfangs etwas wenig ist – später bei 50.000 Ballons gleichzeitig auf der Straße mehr als ausreichend.

Links sieht man die verfügbaren Türme. Rechts sind weitere zwei Türme und die Spezialobjekte aufgelistet. Als erstes sieht man eine explodierende Ananas, die man auf der Straße platzieren kann und die, wie der Name schon sagt, explodiert. „Wie Obst es halt immer tut“ würde der erfahrene Spieler jetzt wohl sagen. Darunter die Reisnägel – durch sie werden die nächsten 20 Ballons, die darüber fliegen, zerstört. Die Öllacke an dritter Stelle verlangsamt die nächsten paar Ballons. Der darunter liegende Turm erhöht die Reichweite aller Türme, die sich in seiner Reichweite befinden, und für eine „kleine“ Gebühr von etwas über 2000 lässt sich die Spezialfähigkeit an letzter Stelle, an der sich momentan noch ein Fragezeichen befindet, freischalten.

Der nette Turm an vorletzter Stelle nennt sich „Super Monkey“, und das super hat er auch verdient. er feuert wesentlich schneller als die üblichen Monkeys und lässt sich noch weiter upgraden. Zum Beispiel kann man ihm „Laseraugen“ verpassen, sodass er pro Schuss zwei Ballons und damit doppelt so viele als zuvor zerstören kann. Bei einem weiteren Upgrade des Punktes feuert er mit Plasma, mit dem er laut Beschreibung alles zerstört, das es berührt. Desweiteren lässt sich die Reichweite mithilfe der Upgrades und des letzten Turms so weit erhöhen, dass er fast über das gesamte Spielfeld hinweg feuern kann. Zum letzten Punkt später.

Hier die erste Standartkarte. Ein schönes Grasland, durch den sich ein langer Weg schlängelt. Hier ein Beispiel mit vielen Supermonkeys. Rechts oben sieht man den „Play“ Button. Drückt man ihn, beginnt die nächste Runde. So hat man nach jeder Runde genug Zeit, um seine Monkeys schön zu platzieren – die hat man dank der teilweise verhunzten Steuerung auch nötig, doch dazu später. Nach jeder Runde erscheint in einem blauen Kästchen eine Meldung, welche Runde man grade geschafft und wie viel Bonusgeld man erhalten hat.

Hier eine einfach wirkende Map. Ein Computerchip, in dessen Mitte man genügend Platz besitzt, um seine Türme zu platzieren. Der große Vorteil: ein Turm in der Mitte kann fast das gesamte Spielfeld erreichen. Außerdem wurde hier so viel Weg wie möglich auf eine wirklich kleine Fläche gelegt. Der Nachteil allerdings: kommen später zu viele Gegner, lassen sich die ersten nicht mehr zerstören, da die Schüsse nicht durch die Ballons auf dem innersten Ring dringen. Alles in allem eine wirklich sehr schön ausgedachte Karte, die allerdings nicht so lange für Spielspaß sorgt.

Hier ein Vergleich. Oben die Karte in Runde 41, unten in Runde 70. Hier sieht man sehr gut, wie sich das Spiel in der Anfangsphase, vor allem in den ersten 20 Runden hinzieht. Durch höheren Schwierigkeitsgrad kann zwar Abhilfe geschaffen werden, dann erscheinen später jedoch so viele Ballons, dass man kaum noch eine Chance hat.

Hier das Bild von Runde 70. Viel hat sich in den letzten 30 Runden getan: Die Anzahl der Supermonkeys hat sich vervielfacht und ich komme trotzdem kaum gegen die Menge an Ballons an. Platzt ein Ballon, sieht man so eine schöne Animation. Die Zeppeline sind übrigens schwer zu knacken, und sind sie zerstört, erscheint eine riesige Menge an Ballons an ihrem Todesort.

Hier eine Strandkarte in Runde 81. Ohne Supermonkey Rush wäre man hier vermutlich schon viel früher erledigt. Übrigens gibt es ab hier für mich keine Möglichkeit mehr, Geld auszugeben, der Platz ist schlicht voll. Trotz der vielen Supermonkeys gelingt es allerdings nicht, alle Gegner aufzuhalten. So ist man auf den Supermonkey Rush angewiesen, um weiterhin zu bestehen.

Jetzt endlich komme ich zum Supermonkey Rush. Klickt man den kleinen Button rechts unten erscheint gegen eine kleine Gebühr ein Rudel Supermonkeys und tötet alle Gegner. Vor allem hilfreich, wenn sich später über 50.000 Ballone gleichzeitig auf dem Feld befinden. Freigeschaltet wird diese Spezialtruppe durch das zweite Upgrade beim „Beacon“ Turm. Übrigens kommt es schon mal vor, dass einzelne Supermonkeys auf dem Zähler über 50.000 Ballons erledigt haben …

Das Pausemenü (zu erreichen über den blauen Pausebutton rechts oben) bietet die Möglichkeit, die Musikwiedergabe auf seine Playlist am iPod umzustellen bzw. zu speichern und zu beenden. Sehr praktisch, wenn man nach 50 Runden die doch recht eintönige Musik des Spiels leid ist.

Steuerung

Einer der größten Kritikpunkte am Spiel ist die Steuerung. Reagiert sie in den Menüs oft gar nicht, funktioniert sie im Spiel viel zu ungenau. Zum Beispiel muss man in einem Menü einen Button bis zu zehnmal drücken, damit das Spiel dies registriert. Dieses Problem tritt nicht direkt im Hauptmenü auf, allerdings bei sämtlichen Untermenüs mit kleineren Buttons. Im Spiel könnte die Steuerung auch vorteilhafter programmiert sein. Oft wird ein anderer Turm ausgewählt als gewünscht, oft wird ein Turm an falscher Stelle platziert. Mein Tipp zur Platzierung: Den Turm in der Nähe des Zielortes auf den Weg stellen, damit er nicht sofort platziert wird. Nun wo anders auf dem Bildschirm den Finger in die gewünschte Richtung ziehen. So wird der Turm ganz langsam in diese Richtung verschoben und kann genau platziert werden. Etwas Abhilfe schafft auch die alternative Steuerungsmöglichkeit, da das Platzieren dann erst durch einen Haken bestätigt werden muss, bevor der Turm steht. War mir allerdings zu lästig. Für alle übrigen Steuerungsprobleme gibt es keine Tipps, da hilft wohl nur ein dringendst benötigtes Update!

Grafik und Sound

Die Grafik ist relativ gut, der Sound nervt. Sehen die kleinen Animationen der Türme und der Gegner, die platzen noch recht nett aus ist der Sound einfach nur schlecht. Nur ein einziger Titel, der noch dazu an einen alten Rummelplatz erinnert. Zum Glück gibt es noch die Möglichkeit, eigene Musik in die Playliste aufzunehmen, ansonsten wäre diese Wertung wohl in den Keller gesackt. Nicht falsch verstehen: Ich mag die Musik des Spiels, nur nicht auf Dauer. Die Soundeffekte sind durchschnitt.

Langzeitmotivation

Langzeitmotivation ist dennoch vorhanden. Durch die vielen guten Ideen und die nett gestalteten Karten sowie der schönen Affen macht es durchaus längers Spaß. Vor allem aber auch die riesige Anzahl der Gegner bringt Spaß, denn wo sonst sieht man auf einem 3,5 Zoll Display 50.000 Ballons auf einmal? Insgesamt vergebe ich eine immer noch sehr gute Wertung von 15 Stunden.

Lauffähigkeit

Tja, wie läuft denn ein Spiel mit so vielen Gegnern und Animationen auf dem kleinen Gerät? Nun, auf meinem iPod touch 2G nicht besonders gut. Die ersten 50 bis 60 Runden funktionieren noch einwandfrei, sobald dann allerdings zu viele Gegner auf dem Feld sind, gehts nur noch Bild für Bild mit gefühlten 1 fps. Auf dem 3 Gs sollte es flüssig laufen. Aber das ist keinesfalls ein Grund, es sich nicht zu kaufen, es macht dennoch spaß. Ärgerlich nur, wenn nichts mehr funktioniert und man so im wichtigen Moment den Supermonkey Rush nicht mehr aktivieren kann …

Fazit

Ein trotz allem gutes TD, das Spaß bringt. Allerdings ist ein Update dringend benötig. Zum Spiel selbst kann ich nur sagen, sehr einfallsreich mit vielen Innovationen. Allerdings fällt es hier so richtig schwer, eine gute Note zu geben. 6,5 von 10 Punkten und somit die Testnote 2 hat das Spiel allerdings verdient.

Empfehlung

Ich empfehle dieses Spiel allen Fans der Onlineversion, die jeder kostenlos testen kann um einen Einblick in das Spiel zu erhalten. Wer es sich nur so kaufen kann, sollte sich der noch nicht ganz ausgereiften Steuerung und den kleinen Problemen der Lauffähigkeit bewusst sein. Allerdings würde ich auch niemandem abraten, es zu kaufen. 2,39 € ist nun wirklich nicht die Welt, jedoch bekommt man im App Store für nur 0,79 € bereits etwas bessere TDs.

Defender Chronicles

Das Tower Defense Spiel Defender Chronicles ging gestern (16.10.) wieder online. Anscheinend beinhaltete die vorherige Version einen Bug, durch den der Spielstand einiger Spieler gelöscht wurde, weswegen das Spiel aus dem App Store genommen wurde, damit möglichst wenige Spieler das Update herunterladen können. Die neue Version behebt diesen Fehler.

Hannes

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From → Apps, Games, Test

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