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Test: Apple Alu Remote

02/06/2011

Heute gibts, als Auftakt ins neue Jahr, einen Test über ein Gadget, welches mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen ist. Gemeint ist die neue, schon lange fällige Alu-Fernbedienung, die Apple nun endlich für uns treue Kunden bereitstellt.

Ich hab hier zwei der alten Plastikteile rumliegen und mich gefragt, ob ich wirklich weitere 20 Euro für eine weitere Fernbedienung mit denselben Funktionen ausgeben soll – ob es sich letztendlich für mich gelohnt hat, erfahrt ihr im anschließenden Bericht.

Verpackung und Design

Wie bei Apple üblich beginne ich mit der Verpackung und dem Design des Produkts. Eigentlich freue ich mich immer auf Apples Verpackungen und bewahre diese auch gerne auf. Meist bieten diese einen dekorativen Effekt und tragen wohl auch ihren Teil zu den hohen Verkaufszahlen bei. Und wie sieht es hier aus? Naja, es ist eben eine Fernbedienung, welche gerne umweltfreundlich und platzsparend verpackt werden darf. Mit etwas Mut wagte ich, die weiße Lasche zu ziehen und einen Blick auf das Innere zu werfen.

Dort kommt eine kleine, durchsichtige Hülle aus Hartplastik zum Vorschein. Im allgemeinen wirkt die Verpackung stabil. Der Haken ist nur, dass die beiden Hälften aus Plastik nach dem ersten Öffnen kaum mehr zusammen halten, ein „Wiederverpacken zum Aufbewahren“ ist somit nur mit etwas Klebstoff möglich.

Im Inneren der Verpackung befindet sich außerdem eine Kurzanleitung. Hier hat Apple mich wieder einmal überrascht – noch nie zuvor sah ich ein Heft mit so kurzen Seiten. Enthalten sind wie üblich Informationen zum Gebrauch, dem Wechsel von Batterien, den allgemeinen Funktionen, etc.

Das Design der Fernbedienung selbst ist wie üblich schlicht, einfach. Beeindruckend ist die Konstruktion. Hierbei handelt es sich um einen echten Unibody ohne Schrauben oder irgendwelche Nähte – sieht man mal von der Batterieklappe auf der Rückseite ab. Die Fernbedienung ist unglaublich dünn und fühlt sich aufgrund des Aluminiums sehr wertig an. Die Tastenbeschriftung wurde noch weiter minimiert: Auf dem Rad befinden sich nun nur noch Punkte anstatt der Zeichen, die Mitteltaste blieb ohne Aufdruck, lediglich die beiden Tasten unter dem Rad sind voll beschriftet. Insgesamt gibt es an dem Design nichts auszusetzen – ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich noch nie eine schönere Fernbedienung gesehen habe. Was könnte man daran besser machen?

Ergonomie und Größe

Auch wichtig bei einer Fernbedienung und bei Apple nicht immer gegeben: Die Ergonomie. Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen, sie liegt eben in der Hand, wenn auch durch die schmale Kante nicht ganz so bequem wie das Vorgängermodell. An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Vergleich zur weißen Plastikfernbedienung anstellen, wie sie wahrscheinlich jeder Macuser zu Hause hat.

Die Remote gibt sich etwa 1,5 mal so lang wie die alte, was der Handhabung zu gute kommt. Insgesamt fühlt sich diese Länge wesentlich praktischer an als die des vorherigen Modells.

An der Oberseite deutlich zu erkennen: Die neue, schlanke Form des Aluminiumgehäuses. Außerdem ist der Infrarotsensor deutlich geschrumpft – was der Reichweite keinen Abbruch tut.

Um noch einmal zu sehen, wie dünn eigentlich diese neue Fernbedienung ist, hier ein direkter Vergleich mit dem Vorgängermodell und einem aktuellen MacBook Pro. Außerdem sieht man hier schön, dass es sich dabei um genau dasselbe Material handelt.

Gleiches Motiv, andere Perspektive.

Funktionen

Einer der wichtigsten Punkte einer Fernbedienung sind die Funktionen. Wie üblich lässt sich laufende Musik Pausieren, spulen, vor- und zurückspringen sowie die Lautstärke regeln. Mithilfe der Menütaste lässt sich damit auch prima ein Apple TV bzw. Front Row steuern. Die Besonderheit: Beim Apple TV besitzt die Mitteltaste eine von der Play-/Pausetaste getrennte Funktion. Hier arbeitet diese lediglich zum bestätigen, mit letzterer lässt sich in jedem Menü die Musik pausieren bzw. fortsetzen. Natürlich lassen sich damit sämtliche Apple-Geräte mit Infrarotsensor steuern, sprich: Das iPod Universal Dock, das Apple TV und sämtliche Macs mit besagtem Sensor.

Und hier kommts zur Überraschung: Man kann den Mac mit der Fernbedienung schlafen schicken! Ob diese Funktion auch bei alten Remotes schon vorhanden war kann ich nicht sagen, jedoch ist dies ungemein praktisch. Wer seinen iMac auch als TV nutzt kann zum Beispiel vom Bett aus via Front Row einen Film auswählen und dann jederzeit den Mac ohne Aufwand schlafen schicken – und dabei auch selbst schlafen gehen.

Fazit

Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass ich hier die meiner Meinung nach beste Fernbedienung auf dem Markt vor mir liegen habe. Per Front Row lässt sich damit seine gesamte Mediathek bequem und vor allem durch die wenigen Tasten blind bedienen, auf jeden Tastendruck wird schnell reagiert und es gibt eigentlich keinen Grund zur Beschwerde. Abzüge muss man bei der Bedienung eines iPods sowie iTunes hinnehmen – hier lassen sich lediglich die Wiedergabefunktionen steuern, ein Blättern durch Listen oder gar seiner ganzen Mediathek ist hier nicht möglich.

Ich hab lange nachgedacht – aufgrund der eingeschränkten Funktionalität die Note 1 oder durch die hervorragende Verarbeitung, die guten Materialien, dem Design und der vollen Funktionalität in Verbindung mit Front Row und Apple TV den Redaktionstipp zu vergeben. Letztendlich muss man hierfür einfach die Bestnote vergeben, ganz einfach deswegen, weil es keine Möglichkeit mehr gibt, dieses Produkt zu verbessern.

Für mich hat sich der Kauf vollends gelohnt. Jedem, der einen Apple TV besitzt oder öfters per Front Row seinen Mac bedient kann ich diese Fernbedienung zum Tausch der alten Plastik empfehlen. Für die iPod Universal Docks leider nicht – noch immer kaum Funktionen, und außerdem passt die alte doch viel besser zu dem Dock.

Shoplink: Apple Remote

Hannes

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From → Test, Zubehör

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