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Test: Apple iPod Shuffle

02/06/2011

Der kleinste iPod ist zugleich auch der, bei dem die Meinungen am weitesten auseinandergehen. Viele finden das Konzept, die Tasten auf die Ohrhörer zu legen, als unausgereift und einschränkend. Andere beklagen, dass die Ohrhörer den Schweiß beim Joggen nicht vertragen. Wie es in der Realität aussieht und ob der kleinste Musikplayer der Welt seinen Preis wirklich wert ist, zeigt dieser Test.

The Box

Die Verpackung ist gewohnt minimalistisch. In Form des mittlerweile bekannten Glassarges finden sich Ohrhörer und USB-/Ladekabel in der Box. Auffällig: Die Box entspricht in ihren Abmessungen exakt denen der des neuen Apple USB Power Adapters.

Um den iPod auch verwenden zu können, werden Apples Ohrhörer mit Fernbedienung (allerdings ohne Mikrofon) mitgeliefert. Dessen Qualität ist eher mittelmäßig und kann mit guten Kopfhörern nicht mithalten – jedoch sind sie besser als die meisten Ohrhörer, die ich bisher in den Verpackungen von Geräten anderer Hersteller vorfand.

Verarbeitung & Mobilität

Die Verarbeitung ist – wie bei jedem iPod – erstklassig. Das gesamte Gerät besteht aus Aluminium, der Clip aus solidem (leider nicht kratzfestem) Edelstahl. Der Clip hält ganz schön was aus, der Shuffle bleibt selbst dann an der Kleidung hängen, wenn die Ohrhörer mit voller Wucht aus Ohrenhöhe zu Boden fallen. Andersherum funktioniert ebenfalls – sitzen die Ohrhörer in den Ohren, bleibt der Shuffle am Kabel hängen, anstatt den Boden kennenzulernen. Grade dadurch relativiert sich der Eindruck, der Player könnte leicht verloren gehen.

Die Mobilität ist viel interessanter. Dass er mobil ist, darüber muss ich – bei einem Gewicht von nur 10,7 Gramm – keine Worte verlieren. Vielmehr lohnt es, über seine Einsatzplätze zu sprechen. Ob er nun in der Tasche verschwinden oder an der Kleidung zur Schau gestellt werden soll, der kleine, leichte iPod macht überall eine gute Figur. Ich wage es sogar, einen (sehr hinkenden) Vergleich zu Modeschmuck herzustellen: Der Shuffle sieht gut aus, lässt sich überall anclipsen und ist sogar günstiger als die meisten Schmuckstücke.

Klangqualität

Eigentlich war ich mir sicher, dass der Kleine gerade hier Schwächen zeigen würde. Doch es kam ganz anders. Nach einigen Stunden durchgehendem Hören hat sich mein Eindruck mehrmals bestätigt: Die Klangqualität ist deutlich besser als die meines iPod touch 2G. Getestet habe ich sowohl mit den Standardohrhörern als auch mit den Apple In-Ear Headphones, jeweils die selben Titel auf beiden Geräten. Kurzum: Darüber muss man sich keine Sorgen machen. Jeder Song wird sauber gespielt, schlechte Passagen konnte ich nicht feststellen.

Bedienung

Nun zum – für die meisten Kunden – wichtigsten Teil: Der Bedienung. Ein MP3-Player ohne Knöpfe? Das ist durchaus Geschmackssache und wird nicht jedem gefallen. Im Prinzip funktioniert die Bedienung identisch mit der eines anderen iPods, insofern man die Tasten im Ohrhörerkabel verwendet. Zwei Tasten zur Lautstärkeregelung, die Mitteltaste für Play/Pause, Nächster-/Vorheriger Titel, Vor- und Zurückspulen, Voice Over sowie dem Wechseln von Playlisten. Und ja, eine Taste genügt, um all dies zu verwirklichen. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, betrachtet man gerade das als den großen Vorteil des neuen Shuffles – er verschwindet irgendwo, der Nutzer hört nur seine Musik. Dennoch haben seine Ensatzgebiete Schwächen, die ich im nächsten Abschnitt des Tests erläutern werde.

Voice Over funktioniert problemlos, man kann im Prinzip jeden Titel verstehen – auch, wenn die Aussprache der gewohnten Stimme manchmal komisch bis witzig klingt. Zumindest bei Verwendung mit einem Mac finde ich die Stimme sehr angenehm. Verwendet man den Player mit Windows, wird eine andere, roboterartige Stimme verwendet. Wie diese klingt lässt sich auf Apples Website probehören.

Das Wechseln von Playlisten funktioniert im Prinzip gut. Meine Frage ist nur, ob Playlisten auf einem dermaßen kleinen Player wirklich sinnvoll sind. 2 bzw. 4 GB würden zwar genug Platz bieten, jedoch scheint dies doch zu viel des Guten und das wechseln der Listen nervt nach einiger Zeit. Mein Tipp: Nur Titel und keine Playlisten synchronisieren, dann wird diese Funktion automatisch deaktiviert.

Kritik & Schwächen

Nobody is perfect. So geht es auch dem kleinen Shuffle, der hier letztendlich auch noch Kritik vertragen muss. Die Bedienung ist Geschmackssache. Bevor der Player gekauft wird, sollte sie auf jeden Fall getestet werden. Als wirklich schlecht kann ich sie nicht abstempeln, ich persönlich komme sehr gut damit klar.

Viel wichtiger ist die Tatsache, dass die Ohrhörer Sport nicht überstehen sollen. Testen konnte ich es aus Zeitgründen noch nicht, jedoch scheint es wahr zu sein. Zumindest beim Laufen kann der Schweiß sehr einfach in die Fernbedienung eindringen und diese zerstören. Wer den Shuffle dennoch zum Sport einsetzen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Einen Adapter mit Fernbedienung (für ca. 15 Euro) kaufen und daran Kopfhörer ohne Knöpfe anschließen oder einen der mittlerweile zahlreichen Kopfhörer anderer Hersteller, die die iPod Remote besitzen, verwenden.

Fazit

Der beste iPod shuffle aller Zeiten. Er ist klein, leicht und hat einen Clip – noch mobiler kann man einen Player nicht machen. Wer das Prinzip der Steuerung mag und fürs Joggen eine angenehme Lösung findet, kann hier getrost zugreifen. Aufgrund der kleinen Schwächen eines ansonsten beinahe perfekten iPods für Minimalisten vergebe ich die Testnote 1.

Hannes

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From → iPod, Test

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