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Test: Apple LED Cinema Display

02/06/2011

Anschlüsse & Features

Das LED Cinema Display besitzt nur einen einzigen Anschluss zum Übertragen von Bildern: Einen Mini Displayport. Dieser mag zwar klein und schön anzusehen sein, erlaubt die Verwendung des Displays allerdings ausschließlich mit einem Mac. Sämtliche Macs, die seit Oktober 2008 auf den Markt gekommen sind, besitzen entsprechenden Anschluss und lassen sich ans Display anschließen. Wer noch seine PS 3 oder ähnliches anschließen möchte, muss sich wohl oder übel ein anderes Display zulegen.

Die einzige Möglichkeit, einen PC oder ein anderes Gerät an diesen Bildschirm anzuschließen, ist eine Konverterbox. Diese sind mittlerweile für etwa 200 Euro im Handel erhältlich. Ob sich diese zusätzliche Ausgabe lohnt, ist allerdings fragwürdig. Selbst PCs, die einen Displayport in Standardgröße besitzen, lassen sich nicht anschließen, da noch kein Adapter von DP auf MDP existiert.

Ans MacBook wird das LED Cinema Display mit drei Kabeln angeschlossen: MagSafe, Mini Displayport und USB. Besonders praktisch ist das MagSafe Kabel, welches das MacBook gleich mit Strom versorgt. Dadurch spart man sich nicht nur ein Kabel und eine Steckdose, sondern auch die Arbeit sein Netzteil jedes mal aus der Notebooktasche nehmen zu müssen. Der Mini Displayport überträgt nur Bild, der Ton wird über das USB-Kabel übertragen. Außerdem dient das USB-Kabel noch zum Anschluss der integrierten iSight-Kamera und des integrierten 3 Port USB-Hubs. Alles in allem eine gute Lösung, um den Schreibtsich aufgeräumt zu halten.

Aber aufgepasst: Die Kabel sind sehr kurz! Wer zum Beispiel einen Mac Pro unter dem Tisch stehen hat kann den Anschluss ans LED Cinema Display vergessen. Ebenso schwierig ist es, das MacBook Pro links neben das Display zu stellen. Dazu reicht das Kabel, jedoch kann es unter Umständen ziemlich knapp werden.

Die integrierten Lautsprecher leisten für Bildschirmlautsprecher extrem gute Arbeit. Für Chats, YouTube Videos und Filme sind sie auf jeden Fall mehr als gut genug. Nur mit Musik haben sie so ihre Probleme. Musik wird zwar klar und laut abgespielt, klingt allerdings sehr blechern. Verglichen mit den ins MacBook Pro integrierten Lautsprechern sind sie wesentlich besser und lauter, klingen speziell bei Musik nur etwas zu blechern. Zum Ansehen von Filmen und zum Chatten gut genug, für Musik höchstens zur gelegentlichen Hintergrundbeschallung. Ich würde sie in etwa auf eine Stufe mit 40-50 Euro teuren Lautsprechern stellen. Meine Empfehlung: Lieber noch einmal 100 – 150 Euro in anständige Lautsprecher investieren wenn man vorhat, öfters und längers am Mac Musik zu hören.

Die iSight Kamera, die sich im oberen Rahmen des Displays befindet, ist etwas nach unten gerichtet, sodass man perfekt im Bild ist, obwohl die Kamera meist etwas höher als der eigene Kopf sitzt. Die Qualität der Bilder und Videos entsprechen iSight-Standard. Diese iSight ist im direkten Vergleich mit einer MacBook iSight etwas besser, vor allem mit schnellen Bewegungen wird sie besser fertig.

Der USB-Hub ist vom Nutzer gesehen hinten rechts angebracht. Leider sind nur drei Ports vorhanden, diese besitzen wenigstens eine eigene Stromversorgung, sodass iPod und co aufgeladen werden können.

Spiegelungen

Oft als größtes Problem dieses Displays genannt werden die Spiegelungen, die der Glasplatte zu verschulden sind. Es stimmt, dieses Display spiegelt mehr als alle anderen auf dem Markt. Wer allerdings einen Platz für das Display hat, an dem sich kein Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung befindet, sollte diese Spiegelungen im Tausch gegen die großartige Bildqualität in Kauf nehmen.

Eine normale Lampe macht auch keine großen Probleme. Bei dunklem Bildschirminhalt und hellem T-Shirt kann man sich selbst zwar erkennen, aber nicht so sehr, dass es stört. Auf keinen Fall dürfen Neonröhren den Raum beleuchten, wie es in Büros oft der Fall ist, denn dann sind die Spiegelungen einfach zu stark. Auch keine großen Probleme macht ein Fenster direkt gegenüber des Displays, durch das nie direkt die Sonne scheint.

Preis

Der Preis ist beim LED Cinema Display oftmals umstritten. 850 Euro klingen nach einer ganzen Menge für ein 24 Zoll Display. Rein technisch lässt sich dieser Preis hauptsächlich durch das S-IPS Panel und die LED Hintergrundbeleuchtung rechtfertigen. Man kann suchen so lange man will, unter 600 Euro findet man kein Display, dass diese technischen Merkmale aufweist. Hinzu kommen die relativ guten Lautsprecher sowie der MagSafe-Anschluss, das daraus resultierende integrierte Netzteil und die teuren Materialien. Im Endeffekt bleiben etwa 100 Euro, die man sozusagen als Apple-Aufschlag bezahlt. Mit etwas Suchen findet man das Cinema Display mittlerweile allerdings auch schon für etwa 740 Euro in verschiedenen Onlineshops. Für diesen Preis kann ich es – eineinhalb Jahre nach der Einführung – noch immer empfehlen.

Fazit

Man erhält mit diesem Display die beste für Konsumenten mögliche Bildqualität, den maximalen Komfort mittels integrierten Lautsprechern, iSight, USB-Hub und MagSafe Anschluss sowie ein wahres Schmuckstück für seinen Schreibtisch. Wer etwa 750 Euro für einen Bildschirm dieser Größe aufbringen kann, macht mit dem LED Cinema Display garantiert nichts falsch. Für makellose Qualität mit überragender Bildqualität verdient sich dieses Display den Apfelwahn Redaktionstipp.

Hannes

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From → Test, Zubehör

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