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Test: Edifier if360

02/06/2011

Heute gibt es den Test zum Edifier if360 – dem großen Bruder des if350. Für den mehr als doppelt so hohen Preis verspricht das Gerät mehr Features, ein hochwertiges Design und einen durchwegs besseren Sound. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt zeigt dieser Test.


Features

Mitgeliefert werden eine große Fernbedienung, die Dock-Einsätze, das Netzteil und das Gerät selbst. Dieses Dock ist, genau wie sein kleiner Bruder, mit sämtlichen iPod- und iPhone-Modellen kompatibel. Interessant wird es bei den möglichen Audioquellen, denn hier bietet das if360 mehr als die meisten seiner Konkurrenten: Ein iPod-Dock, einen USB-Eingang zum direkten Abspielen von Musik auf einem USB-Stick, einen SD-Card-Slot, einen AUX-Eingang, einen CD-Player und letztendlich ein UKW-Radio.

An der Vorderseite elegant eingearbeitet wurde ein großes, zweizeiliges LC-Display, das verwendete Audioquelle, Titelnummer, Lautstärke, Uhrzeit, Datum sowie die verschiedenen Menüs anzeigt. Natürlich wird der angeschlossene iPod geladen. An der Oberseite befinden sich einige rot beleuchtete Tasten zur Steuerung des Gerätes. Besonders hervor sticht das Lautstärkerad, das als berührungsempfindliches Bedienelement konzipiert wurde. Für viele Funktionen muss dennoch auf die Fernbedienung zurückgegriffen werden.

Das iPod-Dock kann durch einen Deckel verschlossen werden, sodass es für Anwender, die keinen iPod nutzen, unter einem formschönen Stück Plastik verschwindet. Sämtliche Eingänge befinden sich an der Rückseite des Gerätes. Neben bereits genannten Schnittstellen findet sich dort auch ein S-Video-Anschluss, um Videos seines iPods an angeschlossene Fernseher anzeigen zu können.

Design

Edifier entschied sich hierbei wiederum für den schlichten Formfaktor. Das if360 ist fast ein Quader und passt somit sehr gut in relativ kleine Plätze. Die Lautsprecher wurden mit Plastikgittern abgedeckt, das grüne LCD verschwindet hinter einer schwarzen Glasplatte, was der Front einen futuristischen Hauch verleiht. Für den hochwertigen Eindruck sorgen das silberne CD-Laufwerk sowie der glänzende Schriftzug auf einer kleinen Edelstahlplatte unterhalb des Displays.

Das CD-Laufwerk besteht leider nicht aus Aluminium wie man rein optisch vermuten würde, sondern aus eher billigem Plastik. Nichtsdestotrotz erkennt man diese kleine Materialschwäche aus einiger Entfernung nicht und gesteht dem if360 einen gewissen hochwertigen Eindruck zu. An den Seiten läuft es etwas zusammen, wodurch es nochmals kleiner wirkt. Im hintersten Bereich der Seitenwände befindet sich die Bassröhre, die für ordentlichen Druck bei tiefen Titeln sorgen soll.

Die Rückseite ist nicht unbedingt schön, diese bekommt man aber auch kaum zu Gesicht. An der Oberseite befinden sich Tasten zum steuern des Gerätes, unter anderem eine Auswurftaste für das Laufwerk und Vor-/Zurück-Tasten. Diese sind in zwei Gruppen zu je drei Tasten angeordnet und – bis auf den Play-/Pause Knopf, der inmitten des Lautstärkerades sitzt, berührungsempfindlich. Durch die rote Beleuchtung der Tasten erhält das Dock ein sehr schönes Designelement, das die schlichte Oberfläche genau richtig auffrischt. Einzig zu bemängeln gibt es, dass die gesamte Oberseite aus glänzendem Plastik besteht und vor allem im Bereich der Tasten öfters mal abgestaubt und von Fettflecken befreit werden muss.

Letztendlich bleibt Design Geschmacksache. Wer schlichtes Design liebt wird mit dem Edifier if360 fündig, wer es lieber ausgefallener möchte sollte sich wo anders umschauen. Objektiv gesehen wurde hier saubere Arbeit geleistet. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen, die Farbkombination der Vorderseite ist beinahe perfekt abgestimmt.

FM-Radio & Weckfunktion

Der Empfang des FM-Radios ist wesentlich schlechter als der des if350. Dies dürfte an der fehlenden ausfahrbaren Antenne liegen. Unseren Kellertest besteht das if360 damit leider nicht – das Rauschen in einem Kellerraum ist unerträglich, wodurch Radiohören beinahe unmöglich wird. Wer einen Radio mit iPod-Dock sucht, ist beim if350 oder bei der Konkurrenz auf jeden Fall besser aufgehoben.

Die Weckfunktion lässt sich relativ einfach programmieren und funktioniert auch zuverlässig. Erweiterte Funktionen wie Wiederholen oder ähnliches gibt es nicht. Es ist auch nicht möglich, mehrere Wecker zu programmieren – dieser eine programmierte weckt dafür zuverlässig mit eingestellter Audioquelle.

Fernbedienung

Die Fernbedienung ist sehr groß und wirkt damit schon etwas klobig. Aber selbst wer – wie ich – kein Fan solcher „altmodischer“, großer Fernbedienungen ist kann damit leben. Erfreulich: Das Gerät reagiert schnell und zuverlässig auf getätigte Eingaben – was wir leider nicht über das if350 sagen konnten. Steuern lässt sich damit so ziemlich alles.

Angefangen von einem Ein-/Ausschaltknopf über eine Auswurftaste für die CD bishin zur kompletten Steuerung der iPod-Menüs lässt sie nichts aus. Selbst der Equalizer für Bass und Höhen lässt sich so praktisch blind bedienen. Zur Wahl der Audioquelle stehen gleich sechs Knöpfe zur Verfügung – für jede Quelle eine. Auf Dauer wesentlich angenehmer als eine Taste zum Durchschalten aller Quellen. Die Lautstärkeregelung ist hier in Form einer Wippe vorhanden, die unterhalt der Haupttasten angebracht ist.

Trotz der altmodischen Anmutung der Fernbedienung wurde auf moderne Designelemente nicht gänzlich verzichtet. Unterhalb des Edifier-Logos gefindet sich ein rot leuchtendes Lämpchen, der Untergrund der Tasten ist in glänzendem Plastik gehalten und die Rückseite läuft nach vorne hin schmaler zu. So schön das Glossy auch sein mag, Fingerabdrücken hat es nichts entgegenzusetzen. Hinzu kommt die Tatsache, dass Reinigen zwischen den kleinen Tasten fast unmöglich scheint, sodass man wohl oder übel mit Fettflecken leben muss.

So gut wir das Design der Fernbedienung des if350 fanden, so schlecht finden wir das des if360. Funktionell ist sie zwar wesentlich besser als die des kleinen Bruders, durch die Bauart erinnert sie jedoch eher an die Fernbedienung eines alten Fernsehers als an die eines HiFi-Docks. Hinzu kommt der glänzende Untergrund, der zwar versucht, das Design zu retten, jedoch auch genügend Probleme mit Fettflecken verursacht.

Sound

Das Dock versucht in jeder Hinsicht ein HiFi-System zu sein. Doch gelingt das auch beim Sound? Es bietet für jeden die richtige Möglichkeit, seine Audiodaten ins Dock zu bringen. Jeden einzelne dieser Eingänge habe ich ausführlich getestet und jeder funktioniert einwandfrei, vor allem das CD-Laufwerk hat einen sehr schönen Einzug und dreht die CD fast unhörbar.

Die Lautstärke ist angemessen für ein System dieser Größe und dieses Preises. Sie lässt sich in 50 Stufen regeln und bietet von ganz leiser bis sehr lauter Musik alles, das der Nutzer hören will. Die maximale Lautstärke sollte dabei für große Räume beziehungsweise kleine Partys ausreichen. Der Qualitätsverlust bei hohen Lautstärken hält sich glücklicherweise sehr in Grenzen, zumindest im tiefen Bereich. Bei hohen Stimmen verliert man unweigerlich etwas Qualität, jedoch bei weitem nicht so viel, dass Hören keinen Spaß mehr machen würde.

Der allgemeine Klang ist wirklich ausgezeichnet und macht günstigeren HiFi-Systemen Konkurrenz. Im Bereich der iPod Docks in dieser Preisklasse ist es eines der besten, die ich bisher gehört habe. Das Volumen könnte bei höheren Songs etwas größer sein, alles in allem spielt das if360 allerdings ausgeglichenen und guten Sound.

Hört man genau hin fallen einige fehlende Details in mittleren Tönen auf. Auch die Raumfüllung ist nicht hundertprozentig ideal. Bestrahlt das Dock nicht direkt den Zuhörer verliert man einige Details und erhält eine etwas ungleichmäßige Verteilung. Bass ist reichlich vorhanden, gerade im richtigen Maße. Er kann zwar nicht mit z.B. dem des Altec Lansing inMotion MIX iMT800 mithalten, ist dennoch angemessen und auf jeden Fall stark genug für ein System dieser Klasse.

Sehr positiv stimmt hingegen das Grundrauschen. Selbst auf der höchsten Lautstärkestufe ist es praktisch nicht vorhanden und nicht einmal hörbar, wenn man sein Ohr direkt vor dem Lautsprecher platziert. Hier schneiden vergleichsweise die Bowers & Wilkins MM-1 wesentlich schlechter ab.

Letztendlich bleibt ein Sound, der überdurchschnittlich gut für einen Lautsprecher dieser Preisklasse ist. Die Balance stimmt, hohe Töne werden bis beinahe zur höchsten Lautstärke sauber abgespielt, der Bass ist ausgeglichen und ausreichend, lässt sich bei Bedarf mit dem integrierten Equalizer auch noch verstärken oder abschwächen.

Fazit

Das Edifier Esiena if360 ist klanglich eines der besten Soundsysteme für diesen Preis. Die vielen Anschlüsse machen das Gerät zu mehr als bloß einem einfachen iPod Dock, das schlichte und dennoch moderne Design rundet das Paket ab. Zu bemängeln bleibt das Design der Fernbedienung, fehlende Details in den Mitten sowie eine etwas ungleichmäßige Raumverteilung des Klanges. Für den sehr guten Gesamteindruck gibt‘s die Apfelwahn Testnote 1.

Edifier IF360, 350 Euro
Herstellerwebseite

Hannes

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From → Test, Zubehör

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