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Test: Livescribe Pulse Smartpen – Teil 1

02/06/2011

Heute habe ich ein sehr spannendes Gadget hier im Test: Den Livescribe Pulse Smartpen. Im ersten Teil werde ich kurz erklären, was dieser Stift eigentlich macht, wie genau dieses Konzept funktioniert und wie gut die Hardware ist.


Was ist ein Smartpen?

Der Livescribe Pulse Smartpen ist ein Stift, der alles, das geschrieben wird, später auf den PC bzw. den Mac übertragen kann. Zum Übertragen wird die Software Livescribe Desktop benötigt, die sowohl für Windows als auch für Mac OS X kostenlos zum Downlaod erhältlich ist. Außerdem lässt sich mittels eines Knopfdrucks der Ton mitschneiden und wird mit dem Geschriebenen verknüpft.

Sagt der Dozent grade den Stoff für den nächsten Test, hat man also nichts weiter zu tun, als das Stichwort „Test“ auf ein Stück spezielles Papier zu schreiben und den Aufnahmeknopf zu drücken. Klickt man später auf dem Computer oder auch mit dem Stift auf das Wort „Test“, wird exakt das abgespielt, das gesagt wurde, als man dieses Wort geschrieben hat. Die Wiedergabegeschwindigkeit, Lautstärke und einiges mehr kann man mittels der auf den Blöcken von Livescribe oder in der Kontrolleinheit am Computer befindlichen Tasten steuern.

Das Motto von Livescribe: „Never miss a word“. Besser kann man es nicht ausdrücken – mithilfe des Smartpens sollte man nichts wichtiges mehr verpassen, nur weil jemand zu schnell spricht. Wie gut das funktioniert und ob das Konzept aufgeht, zeigt dieser Test.

Die Hardware

Die Hardware ist besonders interessant. Wie stabil ist das Ding? Hält es den täglichen Einsatz überhaupt aus? Wie genau funktioniert das? All diese Fragen und noch viele mehr werden in diesem Abschnitt des Tests beantwortet.

Der etwas teure Stift besteht beinahe komplett aus Titan, dem ich in den drei Wochen, die ich ihn bisher teste, noch keinen Kratzer zufügen konnte. Außerdem fühlt sich das Material sehr stabil an und gibt dem Smartpen ein angenehmes Gewicht. Einzig und allein die Kopfhörerbuchse und der Teil, in dem die Miene steckt, bestehen aus Plastik.

Im untersten Teil des Gerätes sitzt eine kleine Highspeed-Infrarot-Kamera. Diese filmt kleine, fast unsichtbare Punkte auf dem speziell dafür gefertigtem Papier, das von Livescribe Dot Paper genannt wird. Auf diesem Dot Paper ist allerdings noch viel mehr möglich: Bedienung. Sämtliche Tasten, die der Smartpen erfordert, befinden sich auf dem Papier. Der Stift selbst ist nur mit einer einzigen Taste versehen, die ihn ein- und ausschaltet.

So kann man zum Beispiel eine Aufnahme starten, ein Lesezeichen setzen, die Wiedergabegeschwindigkeit regeln oder auch die Einstellungen verändern. Unter anderem ist es möglich, den Bildschirm von Rechts- auf Linkshänder umzustellen, das Datum und die Uhrzeit einzugeben, Informationen wie den freien Speicher oder den Batteriestand anzuzeigen oder gar zu rechnen.

Auf der ersten und letzten Seite jedes Blocks befinden sich die Steuerelemente. Dort kann man nicht nur besagte Einstellungen tätigen, man hat auch gleich einen Taschenrechner zur Hand. Dieser ist auf den Titelblättern der Dot Paper Blöcke aufgemalt. Um ihn zu benutzen, einfach mit der Spitze des Smartpens die Tasten „drücken“. Die aktuelle Eingabe sowie später das Ergebnis werden auf dem integrierten OLED-Display angezeigt.

Die gesamte Menüführung findet auf diesem kleinen Display statt und funktioniert ausgesprochen intuitiv. Das Display ist hell und gut lesbar, für Einsatz im dunkeln lässt es sich in drei Stufen regeln (10%, 50% und 100%). Direkt darüber befindet sich der Einschalter, darunter das eingebaute Mikrofon.

Die Qualität von Sprachaufnahmen ist – abhängig von der Einstellung – sehr gut. Man hört alle Stimmen – die eigene leider besonders laut. Wie laut das Mikrofon aufnimmt reguliert sich automatisch, sodass die Lautstärke immer auf dem gleichen Niveau bleibt. Diese Funktion lässt sich bei Bedarf auch ausschalten.

Der kleine Lautsprecher, der sich auf der Vorderseite befindet, tut seinen Dienst außerordentlich gut. Man versteht jedes Wort und er ist sogar laut genug, um mit ein paar Umgebungsgeräuschen klar zu kommen. Systemsounds sind ohnehin kein Problem. Hat man Angst, man könnte aus Versehen eine Wiedergabe starten oder einen Systemsound auslösen, lässt sich der kleine Lautsprecher auch mit einem Klick stummschalten.

Einziges riesiges Manko der Hardware ist der kleine Kopfhöreranschluss. Nicht nur, dass er keine Standardgröße hat, also ohne Adapter nur die mitgelieferten Ohrhörer funktionieren, er ist auch noch sehr schlecht. Dreht man den Stecker falsch, funktionieren die Ohrhörer nicht mehr.

Zur Firmware des Stiftes habe ich jetzt auch schon fast alles erzählt. Zu erwähnen gibt es auf jeden Fall noch, dass jedes Menü mit einem Klick erreichbar ist. Abgesehen von ganz tiefen Einstellungen hat man so immer alles sofort zur Hand.

Fazit

Dem Stift selbst gebe ich die Apfelwahn Testnote 1. Die Hardware ist gut, die Materialien hochwertig. Er liegt gut in der Hand, obwohl man sich an seine Größe und sein Gewicht erst gewöhnen muss. Einzige Mankos sind die Kopfhörerbuchse und die Tatsache, dass bei sehr schnellen Bewegungen die Kamera nicht immer mitkommt. Das ist nur eine vorläufige Bewertung, ein endgültiges Fazit gibt es nach Teil 3.

Demnächst: Teil 2 – Das Zubehör

Kann die Qualität des Zubehörs mit dem Stift selbst mithalten? Sind die Preise für Papier und Mienen in Ordnung? Welches optionale Zubehör von Livescribe und auch von Drittherstellern gibt es? Das und noch viel mehr im zweiten Teil dieses Testberichtes.

Hannes

Test: Livescribe Pulse Smartpen – Teil 2
Test: Livescribe Pulse Smartpen – Teil 3

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From → Test, Zubehör

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