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Test: Tunebug Vibe

02/06/2011

Heute widme ich mich einem ganz besonderen Gadget, das es so bisher noch nicht gab. Der Tunebug Vibe ist ein kleiner, ultramobiler Lautsprecher, der durch Vibrationen jede Oberfläche als Resonanzkörper verwenden kann und so eine angemessene Lautstärke erreichen soll. Wie dieses Konzept aufgeht zeigt dieser Test.


Geliefert wird der Tunebug Vibe in einer unscheinbaren Kartonschachtel. Kaum öffnet man diese merkt man sofort, dass der Tunebug Vibe Kult sein möchte – das auffällig schlichte Design und die mitgelieferte Transportbox sind richtig stylish und machen Lust auf mehr. Der Lautsprecher wiegt ganz schön viel, 150 Gramm bei dieser Größe vermitteln einen sehr hochwertigen Eindruck. Erhältlich ist der Tunebug Vibe ab Mitte Mai zu einem Preis von 59 Euro.

Das Gehäuse ist makellos verarbeitet und besteht zu einem Großteil aus glänzendem und matten Edelstahl. Der Einschaltknopf wird atmosphärisch durch einen grünen Lichtring umrahmt, das Tunebug-Logo platziert sich schön an der unteren Ecke des Dreiecks. Die Unterseite besteht aus Kunststoff, drei kleine, starke Magnete sorgen für festen Halt auf magnetischen Oberflächen. Dort ist auch der Lautsprecher selbst zu finden, der durch ein schwarzes Netz sichtbar wird. Dieser soll Vibrationen an den Untergrund weitergeben und ihn sich so als Resonanzkörper zunutze machen.

Laut Herstellerangaben soll der integrierte 450 mAH starke Akku etwa fünf Stunden durchhalten. Geladen wird dieser über den einzigen Anschluss des Vibes, der 3,5 mm Klinke per mitgeliefertem USB-Kabel. Das ebenfalls mitgelieferte Audiokabel macht einen soliden Eindruck und sollte für die meisten Anwendungsfälle lang genug sein.

Die mitgelieferte Transportbox dient ebenfalls als Soundbasis. Nicht immer stehen passende, am besten hohle Resonanzkörper zur Verfügung, die Box soll Abhilfe schaffen. Der kleine Tunebug gibt sich sichtlich Mühe, so viel Lautstärke als möglich zu erzeugen, irgendwo ist jedoch Schluss. Insgesamt ist die maximal mögliche Lautstärke zum Beschallen eines kleinen Raumes laut genug, im Freien geht er ein wenig unter. Mit vergleichbaren ultrakompakten Lautsprechern kann er, was die Lautstärke angeht, vergleichbare Leistung bringen.

Ein wenig Skepsis brachte ich diesem Konzept durchaus entgegen, jedoch scheint es aufzugehen. Die Soundqualität ist an vielen Stellen gut, an genauso vielen auch schlecht. Bei der Wiedergabe tieferer Musik gehen viele Töne verloren, höhere Töne werden beinahe Fehlerfrei wiedergegeben. Alles in allem hat man nach einigen Minuten des Hörens leider das ständige Gefühl, dass etwas fehlt. Es fehlt nicht nur an Volumen, sondern auch an vielen Tönen, ohne die viele Titel einfach fremd klingen, außerdem hören sich viele Instrumente – vor allem Gitarren – verfälscht an.

Die Soundqualität ist sicher nicht zum Musik genießen und schon gar nicht zum dauerhaften Hören, für einen superkompakten Lautsprecher ist sie allerdings in Ordnung. Es handelt sich hier eher um eine Gefühlssache. Man fühlt, dass etwas fehlt, man fühlt, dass es falsch klingt, kann es jedoch nicht wirklich rational begründen. Alles in allem schneidet die Soundqualität schlechter als bei anderen Lautsprechern der selben Klasse ab.

Fazit

Gute Materialien, makellose Verarbeitung, mittelmäßiger Sound. Der Tunebug Vibe hat sicherlich das Potential, Kultstatus zu erreichen, im Moment bietet er aber einfach zu viel Style und zu wenig Sound. Für einen Preis von fast 60 Euro bekommt man sicherlich bessere Lautsprecher derselben Klasse, daher rate ich jedem, sich dieses interessante kleine Gadget zuerst selbst anzusehen, bevor man zuschlägt. Für den guten Versuch gibt‘s die Apfelwahn Testnote 3.

Herstellerwebseite

Hannes

Update 12/05/2010: Testnote aktualisiert

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From → Test, Zubehör

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